Montag, 23. März 2009

Back To Alaska

Es ist nun sehr viel Zeit ins Land verstrichen. Alaska war zwangsweise auf Eis gelegt (schönes Wortspiel). Ich brauchte dringend eine Erholungspause, um nicht die gesamte Arbeit daran aus dem Fenster zu schmeissen.
Aus purer Ablenkung hab ich dann auch noch mit einem Foto-Projekt angefangen, dass Daily-Picture-Project, bei dem ich 99 Tage lang Fotos von mir aus künstlerischer Sichtweise knipse. Jeden Tag ein Bild in anderer Rolle, unter anderen Voraussetzungen. Erklären kann man das Ganze schlecht. Ich glaube, man muss sich das halt anschauen. Zu sehen gibt es die Bilder - mit täglichem Update - bei http://www.lokalisten.de und http://www.pafnet.de - für beide Seiten muss man sich registrieren. Dieses Fotoprojekt dauert noch bis Mitte Mai; also ist auch da noch lange kein Land in Sicht (wir befinden uns langsam in der Mitte des Projekts).

Nun gibt es immer wieder Leute, die mich fragen, ob diese Fotosache Einfluss auf das Album Alaska hat. Die Bilder zu machen, kostet natürlich viel Zeit; da diese teilweise sehr aufwendig geschossen und bearbeitet werden. Und so ist es auch zwangsweise so, dass es die Produktion von Alaska verlangsamt. Dennoch denke ich, der Zeitraum Juli 2009 für die Veröffentlichung der CD ist weiterhin durchaus realistisch.

Am Samstag besuchte mich mein Bruder Thorsten (Mißbach - ehemaliger Sänger der Band Revelation), um den Gesang zu "Time For A Wonder"aufzunehmen. Die Recordingsession war sehr gut, und absolut professionell. Natürlich lief wieder eine Kamera während der Aufnahmen.
Das erste Mix ist zu dem Song auch schon erstellt, und ich glaube, es wird euch umhauen.

Es läuft also wieder im Studio. Und mit der neu zurückgewonnenen Euphorie gehts wieder weiter - hoffentlich erfolgreich!

Mit lieben Grüssen,

Jörg.

Montag, 2. Februar 2009

Land in Sicht

Sehr spannend ist nun die Schlussphase der Produktion für Alaska. Jeder Song den ich remixe und abmische klingt nun etwas anders, reifer und fülliger. Derzeit sind die Lieder "Lonely Isle (Intro)", "Alaska", "Take This Star" und "Intemporal" (das früher "Penetration" hies) in der Endphase. Die Songs klingen in der fertigen Produktion wirklich gut.
"Time For A Wonder", das so schwierig zu schreibende letzte Lied der Alaska-Produktion, ist nun auch fast vollständig niedergeschrieben und aufgenommen. Bei dem Song handelt es sich um das komplexeste Stück des Albums. Einige progressive Teile reihen sich in einem insgesamt sehr elektronischen Lied ein, das ganz schön ab geht. Ca. 10 Minuten wird der Song dauern, und stellt einmal mehr unter Beweiß, das ich ursprünglich von einer Progressive-Rock-Band komme.
Im übrigen ist geplant Thorsten Mißbach (mein Bruder, und damaliger Leadsänger von Revelation) den Song singen zu lassen. Dazu müssen noch technische Dinge geklärt werden, aber es wäre der absolute Oberhammer wenn Thorsten und ich gerade bei diesem Lied zusammen harmonieren könnten (fast so wie bei, und in Anlehnung auf "Shadow On The Wall", die letzte Studioproduktion von Revelation).
Also drück ich da ganz fest die Daumen das das klappt. Das wäre wirklich ein Ding.

Und ansonsten? Na ja, Land in Sicht eben. Lange wird es nicht mehr dauern, und ich kann schon die Küste von Alaska sehen. Wird auch langsam Zeit, da das ewige Schaukeln auf offenem Meer auch manchmal an die Substanz geht.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Jörg.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Jahresrückblick 2008

366 Tage, 8.784 Stunden, 527.040 Minuten (weil dieses Jahr ein Schaltjahr war) scheinen im Voraus eine sehr lange Zeitspanne zu sein. In Wirklichkeit ist es im Nachhinein ein Klacks; ein kurzer Hauch, angereichert mit sinnigen Erinnerungen. Und auch gab es in diesem für mich so wichtigen Jahr viele Momente an denen ich mich eine lange Zeit erinnern werde. Natürlich stand die Musik, und daraus resultierend mein Album, an erster Stelle. Alles drehte sich irgendwie 2008 um „Alaska“. Und heute erzähl ich euch ein wenig über diese Erinnerungen:

Eigentlich fing die Geschichte des neuen Albums schon im Dezember 2007 an. Ich rüstete damals mein Studio auf Midi-Technologie um; und schrieb schon da interessante erste Dinge. Und auch da plante ich schon mein erstes SL-Konzert, das letzten Endes am 13.01.2008 auf der alten Schanzer Alm stattfand. Es war ein Unplugged-Konzert, und kam scheinbar sehr gut an. Aus Dankbarkeit für die immense Unterstützung für das Konzert, und aus Freundschaft zu Marc Junge, dem damaligen Chef der Rockfactory Frankfurt, wollte ich einen Song für seinen Club schreiben. Daraus entstanden mehrere Ideen, die letzten Endes zu dem Lied „Sound Of The Factory“ führten (das heute „Take This Star“ heißt). Beflügelt von meinem ersten Konzert seit 7 Jahren, dem Songwriting des Lieds, wollte ich weitermachen. Eigentlich plante ich schon seit längerem ein Album, das die Schwächen der Projekte „Decisions“ und „Borderline“ ausmerzte, aber energisch genug war, um was großes zu bewegen. Endlich wollte ich frei nach draußen gehen, eine neue Möglichkeit finden, meine Musik unter den Leuten zu bringen.
Und was hatte ich alles für Ideen. Ich schrieb Songs (nach „Sound Of The Factory“ schrieb ich „Miramar“ und „Penetration“), und überlegte permanent nach einem konzeptuellen Halt. Die ersten Ideen für das Album waren die Titel: „Tabu“, „Tribal“, „Secret Garden“ und all so was, was in Wirklichkeit einen versteckten erotischen Hintergedanken haben sollte. Dementsprechend war auch die erste Coveridee von Claudia Hutter: eine nackte Frau in rotem Licht gehüllt, rekelnd und lasziv. Und wow, was für ein Cover…
Und doch änderte sich meine Meinung über das Album wieder. Ich wollte etwas hintergründiges, etwas gefühlvolles.
Während einer sehr deprimierten Phase schrieb ich „When Does It Get Better?“, „Awareness“, und zum Ausgleich der Trauer „Superstar“.

Die grosse Veränderung kam jedoch mit Patrick Gawlik, einem genialen Texter aus Frankfurt, und ein mir sehr lieb gewordener Freund. Sein Angebot, die Songlyrics für das kommende Album zu schreiben, veränderte schlagartig den Charakter der Arbeit. Zusammen mit ihm entwickelte ich das Konzept namens: Alaska. Mit Patrick schrieb ich dann die Songs „Alaska“, „Lonely Isle“, „Northern Lights“ und „Friends For Life“ (mal ganz zu schweigen von dem eher lustigen Song „Miststück“, das ich für ihn persönlich geschrieben hab … ha ha, nicht wegen dem Titel).
Durch ein eher durchwachsenen Gedanken, nämlich mein damaliges Album „Somnium Part I – Casus“ wieder in kompletter Besetzung live aufzuführen, kam der für mich so wichtige Kontakt zur sympathischen Sängerin Bianca Arnold wieder zustande. Ich fragte sie ob sie nicht ein/zwei Sachen für mein Album einsingen will, und letztlich wird sie nun bei 6 Songs zu hören sein; eine wirklich geniale Unterstützung.

Nun ist das Jahr um, ein neues beginnt. Wohin wird es uns führen? Mich auf jeden Fall an das Ufer von Alaska – dann, wenn ich mein Ziel erreicht habe. Mir fehlt nur noch ein Song (den ich evtl. mit Beteiligung der ehemaligen Musiker von Revelation, Thorsten und Mike, einspielen will), und dann geht’s nur noch ans Abmischen. Alles klingt sehr danach, dass Alaska Mitte des Jahres fertig sein wird. Dann wird es die CD erstmal in kleiner Auflage geben (ca. 50 Stk.), und dann geht es um Promotion bei Plattenfirmen und Labels. Das wird mich sicher beschäftigen.
Und Livekonzerte im SL sind auch wieder geplant. Vielleicht gelingt mir auch da mal ein Supergau?!
Und danach? Ich habe keine Ahnung. Lassen wir uns erstmal mit voller Konzentration treiben.

Nicht alles war in diesem Jahr super. Viel Kummer, Sorgen und Ängste vermischten sich in der Euphorie und Freude des dennoch für mich sehr guten Jahres 2008. Nun geht’s halt weiter … ein Leben im Fluss.

Ich wünsch Euch allen einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr!!!

Euer Jörg.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Ein weiteres Mal mit Bianca Arnold im Studio

Heute war es wieder so weit. Nach einigen Wochen Abstinenz trafen sich Bianca und ich wieder im Studio. Es war das wohl letzte Mal für die Alaska-Session, und irgendwie lastete das auf mir. Im Allgemeinen war ich heute nicht besonders gut drauf; gesundheitlich angeschlagen, und viel zu übermüdet. Dennoch hatten wir wieder einige sehr schöne, gemeinsame Stunden miteinander, die auch musikalisch sehr erfolgreich ausgingen. Wir nahmen das Duett für "Awareness" auf, das auch schon ohne Mischen wundervoll mit ihrer Stimme klang. Danach gab es ein paar kurze Takes für den Refrain zu "Friends For Life" und "Northern Lights".
In den ersten 60 Minuten lief wieder einmal eine Kamera nebenbei; nach den Aufnahmen gab es eine kurze Fotosession (leider nicht sonderlich gelungen).
Das die Aufnahmephase mit Bianca nun zuende ist stimmt mich irgendwie traurig. Es war ein unglaublich schönes Gefühl mit ihr im Studio, und menschlich stehen wir uns meiner Ansicht nach sehr nahe. Die bestehenden Mixes zeigen eines ganz deutlich: Biancas Stimme harmoniert wunderbar mit der meinen, und all die Songs klingen viel fülliger als zuvor.
Irgendwie bin ich mir sicher das es nicht das letzte Mal war, dass ich mit Bianca im Studio aufgenommen habe.
Danke, Bianca.

Gruß,
Jörg.

Montag, 8. Dezember 2008

Oh du Fröhliche...

Im Radio hört man inzwischen unentwegt Weihnachtsklassiker wie "Last Christmas", etc. Nur irgendwie will sich die Vorfreude, die besinnliche Atmosphäre von Weihnachten diesmal nicht so recht in mir breit machen. Vielleicht hab ich einfach nur den Kopf viel zu voll dafür.

Ihr habt es gesehen und gelesen, die neue Ruprik "Movies" auf meiner Homepage konzentriert sich nun auf die Filmchen die rund um missbach gedreht werden. Verstreut auf allen Seiten gibt es eh schon einiges anzuschauen; auf "Movies" geht es eigentlich um die Filmkunst an sich.
Geplant ist ein toller Film in Zusammenarbeit mit Emilio.
Sowas haben wir schon weit über 15 Jahre lang geplant (die Filme hiesen: "Die Lügenmumie" (1991), "Die Lügenmumie Teil 2" (1992), "Spanish Eyes" (2001), "Kick It With Hearts" (2007)). Mit all den fertigen Drehbüchern und Ideen wollten wir gemeinsam als Regiseur arbeiten - aber nie wurde was daraus. Vielleicht ändert sich das im Jahr 2009?! Abwarten... (das Album Alaska hat nach wie vor vorrang !!!)

Noch bin ich nicht im Urlaub - diese Woche wird noch in verschiedenen studiotechnischen Bereichen gearbeitet. Morgen kommt, so hoffe ich es doch, Bianca Arnold nochmal für weitere Aufnahmen ins Studio.
Ab nächster Woche wird aber alles heruntergefahren ... sicher wird mir das dann auch mal gut tun. Wahrscheinlich fahre ich sogar mit meiner Familie kurzentschlossen ein paar Tage weg (in die Berge oder nach Dresden).

Ich wünsch Euch was,
J.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Ein Ende in Sicht

Nachdem das geplante 2te Treffen mit Bianca Arnold um ein Woche verschoben wurde, hab ich die bereits (fast) fertigen Songs mal kompiliert. Und dabei ist mir etwas aufgefallen, das mich freudig und irgendwie traurig zurücklässt. Inzwischen habe ich 9 Songs für das Album Alaska, und inzwischen schon mehr als 40 Minuten Spielzeit. Ich stehe also kurz vor dem Ende. Und genau das ist es auch, was mich ein bisschen traurig macht. Ich hab jetzt genau 1 Jahr lang an der CD gearbeitet, und nun soll schon bald alles fertig sein; ist das Kind erwachsen und will seine eigenen Wege gehen. Für den Rahmen meiner geplanten Veröffentlichung mitte 2009 ist das jedoch sehr gut - ich bin voll im Zeitplan. Die bisherigen Songs lauten:

- Alaska
- Penetration
- When Does It Get Better?
- Northern Lights
- Take This Star
- Superstar
- Awareness
- Friends For Life
- Lonely Isle ...Reprise

Würde ich eine Schallplatte aufnehmen, müsste ich jetzt dann mit dem Songschreiben aufhören - viel mehr würde da nicht draufpassen. Geplant sind jedoch noch das Intro "Lonely Isle", und ein Song namends "Time For A Wonder". Evtl. wird es dann noch einen Song geben, dann muss ich aber einsehen, das irgendwann Schluss sein muss. Die Arbeiten für das Mischen und evtl. Neuaufnahmen einzelner Spuren werden aber noch andauern. Deswegen denke ich nicht, dass ich vor mitte 2009 Alaska sich selbst überlasse. Außerdem muss das Design noch gemacht werden, etc.

Dezember ist ein komischer Monat. Irgendwie denkt jeder an "... da passiert eh nix mehr." Und ja, irgendwie ist man auch in Vorbereitung für Weihnachten und Silvester. Dennoch läuft es hier im Somersault-Studio weiter auf hochtouren. Auch wenn ich noch einen Ski-Urlaub mit meiner Familie in paar Wochen (ende Dezember) plane, arbeite ich noch fleissig weiter.

Irgendwie hab ich Angst den Traum von Alaska zu beenden. Gleichzeitig freu ich mich sehr darauf, und bin gespannt, wie es sich da draussen in der rauhen Welt so macht.

Gruß,
Jörg.

Dienstag, 25. November 2008

Bianca Arnold im Studio

Vielleicht habt ihr den Videoclip auf der Homepage gesehen (unter "Neuigkeiten")?! Auch wenn das "nur" der erste Take zum Song "When Does It Get Better?" war (kurz darauf war die Cam aus), spüre ich dennoch die Gewisse Lockerheit und Freude während den Aufnahmen. Aber lasst mich von Anfang erzählen...

Es ist nicht das erste Mail, das ich mit Bianca (ehemals bei der Band Indigo) gemeinsam im Tonstudio war. Vor vielen Jahren hab ich mitunter als einer der Produzenten für ihre Band gearbeitet, und sie hat, zusammen mit Anne Kobs und Emilio Gonzalez, bei Aufnahmen für mein fast schon Erstlingswerk "Casus" vor dem Mikro gestanden. All das ist sehr lange her.

Es klingelte um halb 10 an meiner Tür. Bianca stand dahinter. Und ich bin ehrlich: ich war etwas nervös und gespannt; gespannt ob die Chemie der alten, vergangenen Tage noch immer funktioniert. Zuerst tranken wir gemeinsam eine Tasse Kaffee; redeten über unser Leben. Und ich denke, auch dadurch war die beidseitige Anspannung etwas gelöster. Dann gingen wir allmählich ins Studio. Und, wie könnte es anders sein, ich hatte technische Probleme. Nie hat mich mein Somersault-Studio im Stich gelassen; heute war wohl ein guter Anfang dafür. Die Verkablung, die Soundtechnik, alles brach zusammen. Also lies ich Bianca erstmal einsingen, und verschwand unter meinem Kabelverwirr, auf der Suche nach dem Problem (das ich bis jetzt nicht gefunden habe, aber irgendwie beheben konnte).
Nach 2 Stunden, nach Vocal-Parts für "When Does It Get Better?", "Take This Star" und "Alaska" war dann Schluss. Irgendwann muss selbst ich in die Main-Arbeit.

Ich wünschte mir, es hätte ewig so weiter gehen können. Wir waren im Fluss, hatten Spass mit den Aufnahmen, und es war für mich einfach mal wieder super, als reiner Produzent zu arbeiten. Da wir bei weitem nicht all meine Vorhaben realisieren konnten, werden wir uns wohl nächste Woche noch einmal treffen. Darauf freue ich mich ganz besonders. Nun ist die anfängliche Anspannung weg. Und ich kann wohl so geniessen, wie ich es heute genossen habe.

Bianca, vielen Dank. Du bist wirklich eine unglaubliche Sängerin, die immer wieder neue Farbtupfer auf mein Geschmirr an Musik sprenkelt. Und das ist mehr als aufregend. Es ist schön mit dir zu arbeiten.

Die Abmischungen folgen in den kommenden Tagen. Und auch darauf bin ich mehr als gespannt.

Es war ein sehr schöner Tag.
Und das lässt mich unglaublich freudig zurück.

Euer Jörg.